Willkommen auf dem Lesementoring Blog,

wir sind Marie und Marla und machen seit September 2020 ein FSJ Kultur bei der „Kulturellen Kinder- und Jugendbildung“ und der „Stadtbibliothek Hannover“.

Aufgrund der aktuellen Corona Lage braucht das Lesementoring zurzeit viel Unterstützung, neue Medien und zahlreiche Alternativen. An jedem Standort wird dies unterschiedlich umgesetzt und möglich gemacht.

Wir beide sind vor allem in Misburg und Linden aktiv und haben es uns jetzt zur Aufgabe gemacht, den Lesementoring Blog von allen aktuell laufenden Standorten mit Bildern, Texten der Mentees und Mentor*innen, Infos und Updates zu versorgen.

Viel Spaß

 

So sollte ein Lesementoringtreffen in Coronazeiten, angeleitet durch die beiden Fachkräfte Katharina Mohs und Christian Wolf, eigentlich laufen:

Ein Tandem aus zwei Mentor*innen der IGS Roderbruch betreut zwei Mentees beim Lesementoring Roderbruch in der Mensa. Dort ist genügend Platz, um an den jeweiligen Tischreihen die Gruppen kohortengerecht zu verteilen und bietet den Betreuer*innen die Möglichkeit, alle Gruppen im Blick zu behalten. Denn dies waren zwei der Forderungen der Schule, damit das Lesementoring weiterhin trotz der Pandemie stattfinden konnte. Das war eine große Erleichterung, denn das Lesementoring der Schillerschule in Kooperation mit der Grundschule Lüneburger Damm, welches normalerweise mittwochs in der Stadtbibliothek Roderbruch stattfand, fiel vorerst situationsbedingt aus.

Doch durch die derzeitige Pandemie gab es weitere Herausforderungen. 15 Jugendliche meldeten sich für den ersten Durchgang in diesem Schulhalbjahr an. Im Dreiecksraum der Bibliothek können sich aufgrund der AHA-Regeln nur 9 Personen gleichzeitig aufhalten. Somit wurden die Jugendlichen in 2 Gruppen aufgeteilt und jeweils einen Tag im Einführungsseminar geschult und das auch jeweils im Wechsel der Betreuer. Dies bedeutete viel Flexibilität für die Projektverantwortlichen und eine stark gekürzte Fortbildung. Hier erhalten die Mentor*innen einen Einblick ins Lesementoring, bekommen pädagogisches Fachwissen an die Hand und lernen den Aufbau einer Stunde kennen. Die Jugendlichen meisterten dies trotzdem mit Bravour und bereiteten ihre erste Stunde inhaltlich vor. Doch auch die ließ lange auf sich warten: fast 4 Wochen später konnte dann das erste Treffen zwischen Mentees und Mentoren stattfinden, da aufgrund einiger Coronafälle der Ganztagsbetrieb vorerst ausfiel. Die Mentees wurden entsprechend ihrer Kohorte den Mentoren-Tandems zugeordnet. In einer Gruppe schlossen sich 3 Jugendliche zusammen als Team und konnten so am Ende 4 Grundschulkinder aus demselben Großraum betreuen. Sie arbeiteten konzentriert an Lesespielen, Bastelaufgaben und gemeinsamen individuellen Projekten. Vom Fotobuch über eine Ritterburg aus Pappkartons oder einer selbstgebauten Murmelbahn waren viele kreative Ideen dabei.

Da seit Januar 2021 durch den Lockdown keine Treffen mehr möglich sind, nutzen Katharina Mohs und Christian Wolf nun Onlinegespräche, um für den Kompetenznachweis Kultur die Stärken und Kompetenzen jede*r Mentor*in zu dokumentieren. Mohs und Wolf freuen sich, dass das Kompetenzseminar (online) ein voller Erfolg war und es toll gewesen sei, alle Mentor*innen ohne Maske vor dem Bildschirm wieder zu sehen. Weiterhin betonten sie, wie positiv sie das Engagement der Mentor*innen in dieser schwierigen Zeit sehen. Trotz Homeschooling und erhöhtem Schuldruck haben sie den Mentees eine tolle Zeit beschert, haben sich gut auf die Stunden vorbereitet und waren auch zu den anschließenden Reflexionsgesprächen zuverlässig und motiviert dabei.

 

Von Marie Amft und Marla Sowada