Das Projekt:

Das Projekt Lesementoring wurde in den Jahren 2003 - 2006 von der Landeshauptstadt Hannover entwickelt und mittlerweile über Fortbildungen (teilweise in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung) auch an mehrere niedersächsische Orte transferiert. Überall wird nach dem gleichen inhaltlichen Konzept gearbeitet, aber angepasst an die örtlichen Bedingungen. Es findet sich i.d.R. eine/n außerschulische/n Projektmanager/in– VHS, Bibliothek, Kultureinrichtung…- der/die eine weiterführende Schule(Hs, RS, Gym oder IGS) und eine oder mehrere Grundschulen ins Boot holt. Der Projektmanager ist für die Projektorganisation und die Finanzierung verantwortlich. In der weiterführenden Schule werden ca. 10 -20 Jugendliche gesucht, die sich zu LesementorInnen ausbilden lassen möchten und bereit sind, zu zweit mit einer Gruppe Grundschulkinder über ein halbes Jahr lang jeweils 1,5 STd. in der Woche ein abwechslungsreiches Lese-Spielprogramm durchzuführen, bei dem sie viele eigene kreative Ideen einbringen können. Die Jugendlichen werden von den außerschulischen DozentInnen (die der Projektmanager finden muss und bei uns ausbilden lässt) betreut und diese führen mit Ihnen auch den Prozess „Kompetenznachweis Kultur“ durch. D.h. sie werden von den DozentInnen in ihren Lesementoring-Gruppen besucht und es finden Reflexionsgespräche statt, bei denen es sowohl um die fachliche Seite geht als auch um die Kompetenzen und Stärken der Jugendlichen geht, die in der Projektarbeit deutlich werden. Den Abschluss des jeweiligen Projekthalbjahres bilden die Lesefeste für die Kinder und feierliche Übergaben der Kompetenznachweise an die Jugendlichen im Rathaus. Im Regelfall werden jedes Halbjahr neue Jugendliche zu LesementorInnen ausgebildet und eingesetzt. Die Jugendlichen mögen die Arbeit mit den Kindern trotz der hohen zeitlichen Belastung sehr und finden auch die Kompetenzgespräche gut, diese Reflexion ihrer Stärken und solches Feedback fehlt ihnen oft in den Schulen. Die Kinder finden „ihre“ MentorInnen meistens sehr cool und kommen gerne und regelmäßig in die Lesementoring-Stunden. Auch im Nachmittagsbereich von Grundschulen ist Lesementoring ein gut besuchtes Angebot.

Die Ausbildung der DozentInnen umfasst sowohl fachliches Wissen zur Leseförderung, das Kow-how zum Aufbau und zur Durchführung des Projektes und der Ausbildung und Begleitung der LesementorInnen (3 x 1 Seminartag) als auch die Qualifizierung zum/r „Berater für den Kompetenznachweis Kultur“ (2 x 2 Seminartage) und ein Colloquium-Tag. Die Seminartage verteilen sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten und ist so konzipiert, dass eine gute Praxisbegleitung möglich ist.  In dieser Zeit wird i.d.R. das Projekt vor Ort aufgebaut und der erste Projektdurchlauf mit Jugendlichen gestartet. Wichtiger Hinweis: Für die Erlangung der Lizenz „Kompetenznachweis Kultur - Berater*in“ ist unbedingt der Beginn des praktischen Projektes mit Jugendlichen während des Fortbildungszeitraums nötig. D.h. das Projekt muss zeitlich so konzipiert werden, dass die FortbildungsteilnehmerInnen vor dem letzten 2-tägigen Fortbildungsblock mit der Ausbildung und Begleitung der Jugendlichen begonnen haben. Der Projektbeginn mit den Jugendlichen (die Ausbildung der Jugendlichen) sollte sinnvollerweise zum Schuljahres- oder Halbjahresbeginn stattfinden.
Die Teilnehmenden erhalten im Laufe der Fortbildung eine umfangreiche Konzeptmappe mit allen Materialien, die für den Transfer wichtig sind.

 

 

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